Gerlsbeck: Die nächste Technologieblase

Social Media soll die nächste Explosion von Online-IPOs anführen. Werden diese Start-ups eine intelligente Investition sein?

Social Media soll die nächste Explosion von Online-IPOs anführen. Werden diese Start-ups eine intelligente Investition sein?


Es gibt heute einen Artikel in der National Post, der vorschlägt, dass 2010 der Beginn einer weiteren Technologieblase sein könnte, angeführt von Social Media.

Sie erinnern sich an die letzte Technologieblase, nicht wahr? Damals, in den späten 90er Jahren, als jedes Unternehmen mit einer Dotcom, die an seinem Namen hängt, mit Geld von Investoren überhäuft wurde? Keine Ahnung war zu verrückt. Ich erinnere mich an eine Firma, deren Plan war, Kaviar online zu verkaufen. Nur Kaviar. Nicht einmal die Martinis und Kubaner, die dazu passen. Wie verrückt war das denn?

Es gab noch viele weitere dumme Start-ups. Pets.com verkaufte Heimtierbedarf über das Internet und Boo.com schlug Modekleidung vor. Keiner war jemals profitabel und im Jahr 2000 brach der ganze Schlemozzle zusammen. Der anschließende Dot-Com-Kater dauerte Jahre.

Gibt es Grund zu der Annahme, dass eine Reihe von Internet-IPOs im nächsten Jahr anders sein werden? Nun, ja.

Erstens, einige Unternehmen sind tatsächlich Geld verdienen online. In der Tat eine ganze Menge. Das liegt daran, dass sich das Internet seit den 90er Jahren drastisch verändert hat. Damals wurden Websites um die Vorstellung herum gebaut, dass die Leute aufhören würden, in Geschäften einzukaufen und alles kaufen würden, was Online-Milch, Katzenstreu, zwei mal vier, was auch immer. Das ist natürlich nicht passiert.

Was in den 2000er Jahren geschah, ist, dass das Internet von einem Kuriositätengeschäft zu etwas Nützlichem wurde – teils Fernsehen, teils Zeitung, teils Café. Wir beobachten das Internet jetzt, wir lesen es, wir suchen Informationen darüber und dank Social-Networking-Sites wie Facebook und Twitter sprechen wir auch mit unseren Freunden darüber. Mit anderen Worten, das Internet ist eigentlich nützlich für Dinge, die Menschen wollen und brauchen (Think Google Maps).

Bei so vielen Augäpfeln, die unzählige Stunden online verbringen, ist es keine Überraschung, dass sich das Internet zum weltweit am schnellsten wachsenden Werbeträger entwickelt hat. Wo auch immer die Augäpfel sind, die Werbetreibenden werden ihr Geld ausgeben, und heute sind alle Augäpfel online.

Aber macht das Internet-Startups notwendigerweise zu einer guten Kaufmöglichkeit für Investoren?

Wahrscheinlich nicht. Es ist nicht so, dass es heute nicht viele gut geführte, sogar profitable Online-Unternehmen gibt. Das Problem ist, dass es so viele Unternehmen gibt, die starten, und die Technologie sich so schnell ändert, dass es unmöglich ist, die Gewinner von den Verlierern zu unterscheiden.

Um meinen Standpunkt wirklich zu verstehen, muss man auf eine andere Zeit zurückblicken. Stellen Sie sich das heutige Internet als die Automobilindustrie um 1911 vor. Es gibt buchstäblich Hunderte und Aberhunderte von Autofirmen, die ihre Geschäfte in ganz Nordamerika eröffnen. Sie sind alle hungrig nach Kapital und brauchen alle Investoren. Woher wissen Sie, in welches Unternehmen Sie am besten investieren können? Sie könnten Glück haben und Aktien in Ford kaufen. Aber Sie können auch irrtümlich in die Lozier Motor Company (1915 gescheitert) oder Abbott-Detroit (1918 bankrott) investieren.

Viele Unternehmen hoffen heute, der nächste Google zu sein. Fast keiner wird das tun.

Eine Sache, die Internet-Unternehmen besonders risikoreich macht, ist der flüchtige Charakter des Webs. Meine Ausstellung A hier ist MySpace.com Die erste Social-Networking-Website, die die kritische Masse erreicht hat, sie zog Millionen und Abermillionen von Teenagern an, nachdem sie 2003 gestartet wurde. Werbetreibende lieben Teenager und so kaufte 2006 Rupert Murdochs News Corp. MySpace für 580 Millionen US-Dollar und bereitete sich darauf vor, einen Großteil des Umsatzes zu erzielen.

Murdoch könnte genauso gut sein Geld ausgegeben haben, um Luft zu kaufen. Social Media Websites sind genauso schwach. Es braucht fast kein Geld, um eine zu starten, und man weiß nie, was populär genug wird, damit die Werbetreibenden aufpassen. Als News Corp. MySpace kaufte, war es mit Abstand die weltweit führende Social-Networking-Site. Bald darauf begannen jedoch neue Konkurrenten wie Facebook und Twitter, sich in der Beliebtheit zu messen. MySpace hat immer noch viele Benutzer, wohlgemerkt, aber ich würde es kaum als eine gute Investition bezeichnen. Gleiches gilt für all die anderen sozialen Netzwerke da draußen, wie Ning oder Friendster. (Erinnern Sie sich an Friendster?) Keine dieser Websites hat ein so kugelsicheres Modell, das verhindert, dass ein neuer Start seine Augäpfel klaut.

Nur etwas, das man im Hinterkopf behalten sollte, bevor die Manie wieder von vorne beginnt.

Like this post? Please share to your friends:
Finanzierungszeit
Leave a Reply

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: